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22/12/2025
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Pyodermie beim Hund: Ursachen, Symptome & Behandlung der Hautinfektion

Was ist Pyodermie beim Hund?

Pyodermie beim Hund ist eine bakterielle Hautinfektion, die vorwiegend durch Staphylococcus pseudintermedius ausgelöst wird. Sie äußert sich durch Pusteln, Rötungen, Krusten oder Juckreiz. Es gibt oberflächliche und tiefe Formen, die eine tierärztliche Diagnose und gezielte Therapie erfordern.

Die Haut ist das größte Organ des Hundes und erfüllt wichtige Funktionen wie den Schutz vor Krankheitserregern und den Temperaturausgleich. Hautprobleme sind in der tierärztlichen Praxis sehr häufig, insbesondere bakterielle Infektionen wie die Pyodermie. Pyodermie beim Hund zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen, die unbehandelt zu chronischen Beschwerden und erheblichem Juckreiz führen können.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Pyodermie beim Hund wissen müssen – wie Sie sie erkennen, wirksam behandeln und einer erneuten Erkrankung gezielt vorbeugen können.

Was ist Pyodermie beim Hund?

Pyodermie ist ein Sammelbegriff für bakterielle Hautinfektionen beim Hund, die mit der Bildung von Eiter, Entzündungen und oft auch Juckreiz und Hautveränderungen einhergehen. Der Begriff leitet sich vom Griechischen ab: „pyo“ = Eiter, „derma“ = Haut.

Es handelt sich nicht um eine einzelne Krankheit, sondern um ein klinisches Syndrom, das verschiedene Formen und Schweregrade annehmen kann.

Die Erkrankung betrifft einen großen Teil der tierärztlichen dermatologischen Patienten und ist ein häufiger Grund für die Vorstellung in der Kleintierpraxis. Dabei handelt es sich meist um opportunistische bakterielle Infektionen, die die Haut nur dann befallen, wenn die natürliche Hautbarriere bereits geschwächt ist – etwa durch Allergien, Parasiten oder hormonelle Störungen.

Laut einer in Veterinary Dermatology veröffentlichten Studie (Pyoderma in dogs) ist das Bakterium Staphylococcus pseudintermedius der Hauptverursacher von Pyodermien beim Hund. Es gehört zur normalen Hautflora, kann aber bei gestörtem Gleichgewicht der Haut pathogen werden und zu ausgeprägten entzündlichen Hautreaktionen führen.

 

Die Pyodermie wird nach Lokalisation und Tiefe der Infektion unterteilt in:

  • Oberflächliche Pyodermie: Betrifft nur die obersten Hautschichten, insbesondere die Haarfollikel oder die Epidermis. Typische Erscheinungsformen sind follikuläre Pyodermie, Hot Spots oder oberflächliche bakterielle Dermatitis.
  • Tiefe Pyodermie: Infektion reicht bis in die Dermis oder sogar Subkutis. Diese Form ist oft schmerzhaft, mit Abszessen, Furunkeln und starker Sekretion verbunden. Die Behandlung ist aufwändiger und langwieriger.
  • Sonderform – Mukokutane Pyodermie: Diese tritt vor allem an Schleimhaut-Übergängen auf (z. B. Lefzen, Vulva, Anus). Sie ist oft chronisch und rezidivierend und kommt besonders bei bestimmten Rassen wie Labrador Retrievern oder Bulldoggen vor.

 

Ursachen von Pyodermie beim Hund

Die primäre Ursache der Pyodermie beim Hund ist in den meisten Fällen eine bakterielle Infektion mit Staphylococcus pseudintermedius – einem opportunistischen Bakterium, das natürlicherweise zur Hautflora des Hundes gehört. Erst bei einer Störung der Hautbarriere oder des Immunsystems kann es pathogen werden und eine entzündliche Reaktion verursachen.

Studien zeigen, dass S. pseudintermedius bei über 90 % der Pyodermie-Fälle isoliert wird. Dieser Erreger weist zunehmend antibiotikaresistente Stämme auf (z. B. MRSP – Methicillin-resistenter S. pseudintermedius), was eine gezielte Diagnostik und Behandlung umso wichtiger macht.

Doch die bakterielle Infektion ist meist nur das Symptom – die eigentliche Ursache liegt häufig tiefer.

Häufige Grunderkrankungen und Risikofaktoren, die Pyodermie begünstigen:

1. Allergische Hauterkrankungen

Die häufigsten Auslöser für eine sekundäre Pyodermie:

  • Atopische Dermatitis (Atopie): Eine genetisch bedingte, chronische Allergie, die zu Juckreiz, Hautläsionen und gestörter Hautbarriere führt. Studien zeigen, dass bis zu 50 % der Hunde mit Atopie regelmäßig an Pyodermie leiden.
  • Futtermittelallergie: Immunreaktion auf bestimmte Eiweißquellen (z. B. Rind, Huhn, Weizen).

 

2. Parasitenbefall (Ektoparasiten)

Parasiten wie Flöhe, Milben (z. B. Demodex oder Sarcoptes) und Zecken schädigen die Haut und verursachen intensiven Juckreiz, der durch Kratzen und Lecken zu sekundären bakteriellen Infektionen führt.

3. Hormonelle Störungen

  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion): Führt zu trockener Haut, Alopezie (Haarausfall) und erhöhter Infektanfälligkeit.
  • Morbus Cushing (Hyperadrenokortizismus): Cortisolüberschuss schwächt das Immunsystem und fördert Hautinfektionen.
  • Auch Zyklusstörungen oder Sexualhormon-Ungleichgewichte können die Hautgesundheit beeinflussen.

 

4. Mechanische oder physikalische Schäden der Hautbarriere

Dazu zählen:

  • Kleine Verletzungen, Schürfwunden oder Bisse
  • Übermäßiges Baden mit falschen Shampoos (entzieht der Haut Lipide)
  • Hautfalten bei brachyzephalen Rassen (z. B. Bulldoggen) – ständige Reibung und Feuchtigkeit begünstigen lokale Infektionen

 

5. Immunschwäche

Bei Junghunden mit unreifem Immunsystem oder Senioren mit altersbedingter Immunsuppression kann sich S. pseudintermedius leichter ausbreiten.

Auch systemische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Leishmaniose oder Tumorerkrankungen beeinträchtigen die Immunabwehr und erhöhen das Risiko für Pyodermien.

Eine multizentrische Studie zeigte, dass in über 70 % der Pyodermie-Fälle beim Hund eine systemische oder chronische Grunderkrankung vorliegt. Ohne Behandlung der zugrunde liegenden Ursache kommt es fast immer zu Rückfällen.

Symptome und Anzeichen von Pyodermie beim Hund

Die klinischen Symptome einer Pyodermie beim Hund hängen in erster Linie von der Tiefe der Infektion, der betroffenen Körperregion und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres ab. In der Frühphase treten oft nur geringe Hautveränderungen auf – unbehandelt können sich jedoch schwerwiegende und schmerzhafte Entzündungen entwickeln.

Häufig beobachtete Anzeichen:

  • Pusteln, Pickel, Eiterbläschen: Kleine, mit Eiter gefüllte Erhebungen auf der Haut – oft mit gerötetem Rand. Diese sind ein typisches Zeichen einer bakteriellen Infektion.
  • Krustenbildung & nässende Hautstellen: Nach dem Aufplatzen von Pusteln trocknet der Inhalt ein und bildet gelbliche oder bräunliche Krusten, häufig mit Schuppen und Juckreiz.
  • Starker Juckreiz (Pruritus): Hunde kratzen, lecken oder beißen die betroffenen Stellen intensiv – dies führt zu weiteren Verletzungen, Entzündungen oder Sekundärinfektionen (z. B. durch Pilze oder Hefen).
  • Rötung und Schwellung der Haut: Besonders in der Umgebung der Läsionen – häufig begleitet von Wärmeentwicklung oder sogar Schmerzen bei Berührung.
  • Haarausfall (Alopezie): Durch Entzündung der Haarfollikel kann es zu lokalen oder großflächigen kahlen Stellen kommen.
  • Unangenehmer Geruch der Haut: Durch bakterielle Zersetzungsprozesse und Talgüberproduktion kann sich ein fauliger oder säuerlicher Geruch entwickeln – oft ein Warnzeichen für eine fortgeschrittene Infektion.

 

Die Pyodermie kann grundsätzlich an jeder Stelle des Körpers auftreten. Es gibt jedoch besonders häufig betroffene Regionen:

  • Schnauze und Nase: insbesondere bei Faltenhunden (z. B. französische Bulldogge, Shar Pei), häufig mit mukokutaner Pyodermie
  • Pfoten (Pododermatitis): Rötung zwischen den Zehen, eitrige Pusteln oder Schwellungen – oft einhergehend mit Lecken oder Lahmheit
  • Bauch und Leiste: Dünnhäutige Stellen, die zu Reizungen neigen, insbesondere bei Junghunden
  • Genitalbereich und Anusregion: Häufig bei übergewichtigen Hunden oder solchen mit unzureichender Hygiene
  • Ohrenfalten und Lefzen: Hier kommt es häufig zu Feuchtigkeitsansammlungen, was die Entstehung von Infektionen begünstigt

 

Diese Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden – Pyodermie entwickelt sich oft schleichend, kann aber ohne gezielte Behandlung chronisch werden oder sich verschlimmern.

Diagnose beim Tierarzt

Die Diagnose einer Pyodermie beim Hund erfordert stets eine gründliche Untersuchung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt, da sich die Symptome oft mit anderen Hauterkrankungen überschneiden. Im ersten Schritt erfolgt eine klinische Begutachtung der betroffenen Hautareale. Dabei achtet die Tierärztin auf typische Merkmale wie Pusteln, Krusten, Rötungen, nässende Stellen oder Haarausfall.

Um den auslösenden Erreger sicher zu identifizieren, wird häufig ein Hautabstrich entnommen. Dieser ermöglicht sowohl eine mikroskopische Untersuchung (Zytologie) als auch eine bakteriologische Kultur. Ziel ist es, unter anderem Staphylococcus pseudintermedius als häufigsten Erreger nachzuweisen und gleichzeitig die Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika zu testen – besonders wichtig angesichts der zunehmenden Resistenzproblematik (z. B. MRSP).

Zusätzlich ist eine Ausschlussdiagnostik notwendig, um andere Ursachen mit ähnlicher Symptomatik auszuschließen. Dazu gehören zum Beispiel Pilzinfektionen (wie Dermatophytosen), ein Befall mit Ektoparasiten (z. B. Milben, Flöhe) oder allergische Hautreaktionen. Nur wenn die genaue Ursache geklärt ist, kann eine gezielte und nachhaltige Therapie erfolgen.

Eine schnelle und fundierte Diagnose ist entscheidend, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern und das Wohlbefinden Ihres Hundes rasch wiederherzustellen.

Behandlung von Pyodermie beim Hund

Die erfolgreiche Behandlung einer Pyodermie beim Hund erfordert ein systematisches Vorgehen, das sich nach der Form, Tiefe und Ursache der Infektion richtet. Zentral ist die Erkenntnis, dass es sich in den meisten Fällen nicht nur um eine isolierte bakterielle Erkrankung handelt, sondern um ein multifaktorielles Geschehen, bei dem die Hautbarriere gestört und das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Bereits eine der frühesten und umfangreichsten klinischen Studien zur Therapie bakterieller Hautinfektionen bei Hunden, durchgeführt von D. J. DeBoer (1989), belegt, dass oberflächliche und tiefe Pyodermien eine unterschiedliche therapeutische Herangehensweise benötigen. Die Autoren betonen, dass eine erfolgreiche Behandlung nicht allein durch Antibiotikagabe erreicht werden kann, sondern stets die gleichzeitige Kontrolle der zugrunde liegenden Ursachen und Hautpflege erfordert.

In unkomplizierten Fällen mit oberflächlicher Pyodermie reicht oft die Kombination aus lokalen antiseptischen Maßnahmen und zielgerichteter Antibiotikatherapie. Bei tiefen Pyodermien oder chronisch rezidivierenden Verläufen ist hingegen eine systemische Behandlung über mehrere Wochen notwendig – häufig unterstützt durch Hautpflegeprodukte, die die Regeneration der Hautbarriere fördern.

Eine tierärztliche Untersuchung ist unerlässlich, um die geeignete Therapieform auszuwählen. Die gängigsten medikamentösen Maßnahmen umfassen:

  • Antibiotika (systemisch bei tiefer Pyodermie, lokal bei oberflächlichen Infektionen),
  • Antiseptische Waschlösungen oder Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Chlorhexidin, Ethyllactat oder Tris-EDTA,
  • Entzündungshemmende und antibakterielle Salben zur lokalen Anwendung, insbesondere bei schuppenden, nässenden oder verkrusteten Hautarealen.

 

In der unterstützenden Pflege hat sich insbesondere die regelmäßige antiseptische Reinigung der Haut als entscheidend erwiesen, um die bakterielle Belastung zu reduzieren und die Wirkung systemischer Medikamente zu unterstützen. Hier kann z. B. das Pyo-Health Hundeshampoo von Bellfor eine wertvolle Rolle spielen. Es wurde speziell für Hunde mit empfindlicher, zu Infektionen neigender Haut entwickelt und wirkt antibakteriell, ohne die natürliche Hautflora aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das Shampoo enthält 3 % Chlorhexidin, einen wissenschaftlich gut untersuchten Wirkstoff, der gezielt gegen Staphylokokken – einschließlich S. pseudintermedius – wirksam ist. Diese Konzentration gilt als optimal zur Reduktion bakterieller Belastung bei Pyodermie, ohne die Haut zu stark zu reizen. Bei regelmäßiger Anwendung kann das Shampoo die medizinische Therapie unterstützen und Rückfällen vorbeugen, indem es die Hautreinigung mit antimikrobieller Wirkung kombiniert.

Bei lokalen Entzündungsherden, insbesondere in Hautfalten, an den Pfoten oder rund um die Schnauze, kann die Anwendung einer regenerierenden Pflege einen wichtigen Beitrag zur Heilung leisten. In solchen Fällen empfehlen wir die Marsavet Wundsalbe – ein Produkt mit 100 % natürlicher Zusammensetzung, das sich in der praktischen Anwendung bei Hautproblemen vielfach bewährt hat.

Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus Zinkoxid, Kokosöl und hochwertigem Insektenfett. Diese Inhaltsstoffe wirken im Zusammenspiel antibakteriell, entzündungshemmend und hautberuhigend, ohne die empfindliche Haut Ihres Hundes zusätzlich zu reizen. Zinkoxid schützt und regeneriert die Haut, während Kokosöl und Insektenfett durch ihre natürlichen antimikrobiellen Eigenschaften dabei helfen, schädliche Mikroorganismen zu reduzieren und die Hautflora ins Gleichgewicht zu bringen.

Durch die regelmäßige Anwendung auf betroffene Stellen kann die Wundsalbe die tierärztliche Therapie optimal ergänzen und den Heilungsprozess beschleunigen, insbesondere bei oberflächlichen Pyodermien oder chronisch gereizter Haut.

Hausmittel & unterstützende Pflege

Bei der Behandlung von Pyodermie reicht es in der Regel nicht aus, sich ausschließlich auf Medikamente oder äußerliche Maßnahmen zu verlassen. Eine ganzheitliche Pflege, die sowohl die Haut von außen schützt als auch den Organismus von innen stärkt, ist entscheidend für eine langfristige Verbesserung der Hautgesundheit und die Vorbeugung erneuter Infektionen.

Hausmittel können in milden Fällen unterstützend wirken – jedoch niemals als Ersatz für eine tierärztlich begleitete Behandlung. Vor allem bei tiefer Pyodermie oder stark nässenden, entzündeten Hautstellen sollte man auf Selbstbehandlung verzichten und die Anwendung möglicher Hausmittel nur nach tierärztlicher Rücksprache durchführen.

Einige sanfte Pflegemethoden haben sich bei empfindlicher Haut bewährt. Dazu zählen beispielsweise milde antiseptische Waschungen (etwa mit verdünntem Chlorhexidin), Kokosöl zur natürlichen Pflege der Hautbarriere oder Kamillenaufgüsse zur Beruhigung gereizter Hautpartien – allerdings nur bei intakter Haut und ohne offene Läsionen.

Doch die äußere Pflege allein genügt oft nicht. Um die Haut nachhaltig zu regenerieren, braucht der Körper auch Unterstützung von innen. Die Stärkung des Immunsystems sowie der Aufbau einer widerstandsfähigen Hautbarriere sind essenziell – insbesondere bei Hunden, die wiederholt unter Hautinfektionen leiden oder an Allergien oder chronischen Hauterkrankungen erkrankt sind.

Dazu empfehlen wir, gezielt auf eine Fütterung zu achten, die reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie an B-Vitaminen ist – Nährstoffe, die eine zentrale Rolle für die Gesundheit von Haut und Fell spielen. Diese Mikronährstoffe tragen wesentlich dazu bei, die Hautfunktion zu stabilisieren und entzündliche Prozesse zu regulieren.

Omega-3-Fettsäuren wirken beispielsweise entzündungshemmend und können überaktive Immunreaktionen, wie sie häufig bei allergisch bedingten Hautproblemen vorkommen, abschwächen.

Omega-6-Fettsäuren unterstützen den Wiederaufbau der geschädigten Hautbarriere, fördern die natürliche Feuchtigkeit der Haut und tragen zur Elastizität bei.

B-Vitamine spielen eine Schlüsselrolle im Zellstoffwechsel, stärken das Fellwachstum und beschleunigen die Wundheilung – ein entscheidender Faktor bei bakteriellen Infektionen wie der Pyodermie.

Ein besonders empfehlenswertes Ergänzungsfuttermittel zur innerlichen Unterstützung bei Hautproblemen ist das Marsavet Haut & Fell Pulver. Die Rezeptur basiert auf natürlichen Rohstoffen und wurde speziell für Hunde mit empfindlicher Haut oder Neigung zu Pyodermie entwickelt. Der Hauptbestandteil ist Bierhefe, eine natürliche Quelle für B-Vitamine, die den Zellstoffwechsel fördern, die Regeneration der Haut unterstützen und das Fellwachstum anregen. Ergänzt wird die Formel durch hochwertiges Insektenprotein aus der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens), das nicht nur sehr gut verträglich ist, sondern auch essenzielle Aminosäuren liefert, die für den Aufbau gesunder Hautstrukturen wichtig sind. Ein weiterer funktioneller Inhaltsstoff ist Schizochytrium, eine pflanzliche Mikroalge, die reich an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist. Diese wirken entzündungshemmend, stärken das Immunsystem und tragen dazu bei, die Hautbarriere bei Hunden mit chronischen Hautentzündungen oder Allergien zu stabilisieren.

Dank dieser ausgewogenen Zusammensetzung unterstützt das Produkt nicht nur die Heilung bei bestehenden Hautproblemen, sondern kann auch zur langfristigen Gesunderhaltung von Haut und Fell beitragen – auf ganz natürliche Weise.

 

Gleichzeitig spielt das Immunsystem eine Schlüsselrolle in der Abwehr bakterieller Hauterkrankungen. Besonders bei Hunden mit chronisch wiederkehrender Pyodermie, schwacher Hautbarriere oder allgemein geschwächtem Gesundheitszustand – wie es häufig bei Junghunden, älteren Tieren oder allergischen Hunden der Fall ist – ist eine gezielte Unterstützung des Immunsystems empfehlenswert.

 

Hier kann das Bellfor Immun Pulver einen wertvollen Beitrag leisten. Die Rezeptur basiert auf natürlichen, funktionellen Inhaltsstoffen, darunter gemahlenes Insektenprotein der Schwarzen Soldatenfliege, das eine hochverdauliche Proteinquelle mit immunstärkenden Aminosäuren darstellt. Ergänzt wird die Mischung durch Brennnesselkraut, Sanddornbeeren, Hagebuttenkerne und Schachtelhalm – allesamt pflanzliche Bestandteile mit hohem Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen und Antioxidantien, die den Zellschutz und die Immunabwehr unterstützen.

Besonders hervorzuheben ist zudem der Zusatz von Propolis, einem natürlichen Bienenprodukt mit nachgewiesen antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften, das seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte eingesetzt wird.

Dank dieser durchdachten Zusammensetzung kann Bellfor Immun Pulver helfen, das Immunsystem Ihres Hundes natürlich zu stabilisieren und ihn besser gegen wiederkehrende Hautinfektionen wie Pyodermie zu wappnen.

Prognose & Langzeitmanagement

Einmal erfolgreich behandelt, bleibt Pyodermie bei vielen Hunden dauerhaft inaktiv – besonders, wenn individuelle Risikofaktoren aktiv gemanagt werden. Dennoch kann es bei bestimmten Hunden zu Rückfällen kommen, vor allem wenn prädisponierende Faktoren wie Hautfalten, Allergien oder hormonelle Störungen bestehen bleiben.

Um solchen Rückfällen vorzubeugen, empfiehlt sich ein strukturierter Langzeitplan, den Tierärzt individuell an den Hund anpassen sollte.

Wichtige Bausteine für ein stabiles Langzeitmanagement:

  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen zur frühzeitigen Erkennung neuer Hautveränderungen
  • Angepasste Fütterung mit hautunterstützenden Nährstoffen zur Stabilisierung der Hautbarriere
  • Individuelle Hautpflege-Routine mit milden, antibakteriellen Produkten
  • Minimierung von Umweltreizen und Allergenen, besonders bei empfindlichen Tieren
  • Vermeidung von übermäßigem Antibiotikaeinsatz, um Resistenzen zu verhindern

 

Ein gut abgestimmtes Managementkonzept ist oft der Schlüssel dafür, dass Hunde mit Pyodermie auch langfristig beschwerdefrei bleiben.

Pyodermie beim Hund erkennen, richtig behandeln und Rückfälle vermeiden

Auch wenn Hautprobleme bei Hunden auf den ersten Blick harmlos erscheinen, können sie schnell zu einem chronischen Gesundheitsproblem werden – insbesondere dann, wenn sie nicht zielgerichtet behandelt werden. Pyodermie ist dafür ein typisches Beispiel: eine Infektion, die oft unterschätzt wird und bei zu spätem Handeln unnötig langwierig verlaufen kann.

Viele Tierhalter neigen dazu, erste Symptome selbst einzuordnen oder Hausmittel auszuprobieren. Doch gerade bei Hautveränderungen kann dies problematisch sein, da sich zahlreiche Erkrankungen sehr ähnlich äußern. Wer frühzeitig tierärztliche Hilfe in Anspruch nimmt, erspart dem Hund oft langwierige Therapien und reduziert die Belastung für alle Beteiligten.

Als unabhängiger Hinweis sei gesagt: Diagnostik und Therapie gehören bei bakteriellen Hautinfektionen wie der Pyodermie immer in fachkundige Hände. Das frühzeitige Einholen tierärztlichen Rats ist daher keine Vorsichtsmaßnahme, sondern die beste Entscheidung für das Wohlbefinden Ihres Hundes.

Häufige Fragen zur Pyodermie beim Hund

1. Was ist Pyodermie beim Hund und wie erkennt man sie?

Pyodermie ist eine bakterielle Hautinfektion, bei der es zu Entzündungen, Pusteln, Krusten oder Haarausfall kommen kann. Erste Anzeichen sind häufig Juckreiz, Rötungen und kleine eitrige Pickel oder Pusteln auf der Haut.

2. Welche Ursachen hat Pyodermie bei Hunden?

Die häufigste Ursache ist eine Infektion mit Bakterien, meist Staphylococcus pseudintermedius. Oft begünstigen Grunderkrankungen wie Allergien, Parasitenbefall, hormonelle Störungen oder eine geschwächte Hautbarriere das Auftreten.

3. Wie sieht Pyodermie beim Hund aus? Gibt es Bilder?

Pyodermie zeigt sich durch eitrige Pusteln, gerötete Hautstellen, Krusten und manchmal auch nässende Wunden. Bilder zur Orientierung finden sich häufig in veterinärmedizinischen Quellen oder auf seriösen Tiergesundheits-Webseiten.

4. Wie wird Pyodermie beim Hund behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Infektion und umfasst meist antiseptische Shampoos, entzündungshemmende Salben. Antibiotika. Wichtig ist, auch die zugrunde liegende Ursache tierärztlich abzuklären und zu behandeln.

5. Kann man Pyodermie beim Hund mit Hausmitteln behandeln?

Hausmittel können in leichten Fällen unterstützend wirken, ersetzen aber keine tierärztliche Behandlung. Bei entzündeten oder offenen Hautstellen sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden, um Komplikationen zu vermeiden.

6. Ist Pyodermie beim Hund ansteckend?

In der Regel ist Pyodermie für Menschen oder andere Tiere nicht ansteckend. Eine Ausnahme bilden seltene Fälle mit offenen Wunden und schlechter Hygiene – besonders bei immungeschwächten Personen oder Tieren.

7. Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Hunde mit Hautfalten (z. B. Bulldoggen), Allergiker, Junghunde mit unreifer Hautbarriere und Tiere mit hormonellen Problemen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) neigen besonders zur Pyodermie. Auch schlechte Fellpflege oder feuchtes Klima können das Risiko erhöhen.

8. Wie lange dauert die Heilung einer Pyodermie beim Hund?

Oberflächliche Pyodermien heilen meist innerhalb von 2–4 Wochen bei richtiger Behandlung. Tiefergehende oder chronische Formen können mehrere Wochen bis Monate dauern und erfordern eine konsequente Nachsorge.

Informationsquellen

  1. Löwenstein, C. (2011). Pyoderma beim Hund. Tierärztliche Praxis Ausgabe K, 39(3), 165–172. Abgerufen am 5. September 2025 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22167166/
  2. Xie, T., Lin, J., Lin, D., Zhang, D., Xu, X., Zhu, N., & Lin, J. (2023). In vitro and in vivo antibacterial studies of volatile oil from Atractylodis Rhizoma against Staphylococcus pseudintermedius and multidrug resistant Staphylococcus pseudintermedius strains from canine pyoderma. Veterinary Microbiology, 291, 109693. https://doi.org/10.1016/j.vetmic.2023.109693. Abgerufen am 5. September 2025 von https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378874123011960
  3. DeBoer, D. J. (1990). Strategies for management of recurrent pyoderma in dogs. Compendium on Continuing Education for the Practicing Veterinarian, 12(5), 611–620. Abgerufen am 5. September 2025 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2251739/