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19/12/2025
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Niereninsuffizienz beim Hund verstehen: Anzeichen, Therapie und richtige Ernährung

Was ist Niereninsuffizienz beim Hund und wie erkennt man sie?

Niereninsuffizienz beim Hund ist eine Erkrankung, bei der die Nieren ihre Filterfunktion nur eingeschränkt oder gar nicht mehr erfüllen können. Typische Symptome sind vermehrtes Trinken, häufiges Urinieren, Appetitverlust, Gewichtsabnahme und Müdigkeit. Eine frühzeitige Diagnose und angepasste Ernährung sind entscheidend für die Lebensqualität des Hundes.

Die Nieren spielen eine zentrale Rolle im Körper eines Hundes. Sie sind für die Entgiftung, die Regulierung des Flüssigkeits- und Mineralhaushalts sowie für die Ausscheidung von Abfallstoffen verantwortlich. Daher ist eine Beeinträchtigung ihrer Funktion, wie sie bei der Niereninsuffizienz auftritt, für die Gesundheit des Hundes von großer Bedeutung. Doch leider werden Nierenprobleme bei Hunden häufig unterschätzt, da die Symptome anfangs subtil und unspezifisch sein können.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Niereninsuffizienz bei Hunden wissen müssen – von den Ursachen über die Symptome bis hin zu den besten Behandlungsmöglichkeiten und der richtigen Ernährung.

Was ist Niereninsuffizienz beim Hund?

Niereninsuffizienz (auch als Nierenversagen bezeichnet) ist eine ernste Erkrankung, bei der die Nieren ihre grundlegenden Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen können. Die Nieren sind für die Entgiftung des Körpers, die Regulierung des Flüssigkeits- und Mineralhaushalts sowie die Produktion von Hormonen verantwortlich. Bei Niereninsuffizienz sind diese wichtigen Aufgaben eingeschränkt oder nicht mehr in vollem Umfang möglich. Dies führt zu einer Ansammlung von Abfallstoffen und Toxinen im Blut, was eine Vielzahl von Symptomen verursacht und die Gesundheit des Hundes ernsthaft beeinträchtigen kann.

Es gibt zwei Hauptformen der Niereninsuffizienz: akute und chronische Niereninsuffizienz. Beide Formen unterscheiden sich in ihrer Entstehung, dem Verlauf und den Behandlungsmöglichkeiten.

  1. Akute Niereninsuffizienz (ANI): Diese Form tritt plötzlich auf und kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden, darunter Vergiftungen, Infektionen, schwere Verletzungen, Medikamentenvergiftungen oder ein Schockzustand. Die akute Niereninsuffizienz führt dazu, dass die Nierenfunktion innerhalb von Stunden bis Tagen stark eingeschränkt ist. Eine frühzeitige Diagnose und sofortige Therapie sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Laut einer Studie von Sica et al. (2010) können bei rechtzeitiger interventioneller Behandlung, wie intravenöser Flüssigkeitszufuhr und medikamentöser Unterstützung, die Nierenfunktionen oft wiederhergestellt werden. Die Prognose hängt jedoch von der Schwere der Nierenschädigung und der Reaktionsfähigkeit auf die Therapie ab.
  2. Chronische Niereninsuffizienz (CNI): Im Gegensatz zur akuten Form ist die chronische Niereninsuffizienz ein schleichender Prozess, der sich über Jahre entwickelt. Bei CNI sterben die Nierenzellen allmählich ab, was zu einem fortschreitenden Verlust der Nierenfunktion führt. Diese Form tritt vor allem bei älteren Hunden auf, ist jedoch auch genetisch bedingt und kann durch andere Faktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck begünstigt werden. CNI ist eine nicht heilbare Erkrankung, die eine lebenslange Behandlung erfordert. Durch frühzeitige Diagnose und gezielte therapeutische Maßnahmen lässt sich der Verlauf jedoch verlangsamen und die Lebensqualität des Hundes erhalten. Forschungsergebnisse aus der ScienceDirect (Sica et al., 2010) zeigen, dass eine frühzeitige Intervention, wie die Anpassung der Ernährung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen, die Prognose von Hunden mit CNI erheblich verbessern kann.

 

Die Nieren erfüllen beim Hund essentielle Funktionen, die für das Überleben und die Gesundheit von zentraler Bedeutung sind. Sie sind verantwortlich für die Entgiftung des Körpers, indem sie Abfallstoffe und Toxine aus dem Blut filtern. Darüber hinaus regulieren sie den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt, einschließlich der Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Phosphat. Die Nieren spielen auch eine wichtige Rolle in der Produktion von Hormonen, die den Blutdruck und die Erythropoese (Blutbildung) steuern. Wenn die Nieren versagen, können diese lebenswichtigen Funktionen nicht mehr erfüllt werden, was zu einer Ansammlung von Abfallstoffen (wie Kreatinin und Harnstoff) im Blut führt und zu toxischen Zuständen im Körper führt.

Die fortschreitende Niereninsuffizienz führt zu einer uremischen Toxizität, die zahlreiche Organe und Systeme betrifft. Zu den klinischen Folgen zählen Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Dehydration und eine verminderte Lebensqualität. Laut wissenschaftlichen Studien trägt eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der Erkrankung dazu bei, diese toxischen Effekte zu minimieren und die Nierenfunktion zu erhalten.

Ursachen für Niereninsuffizienz bei Hunden

Die Ursachen für Niereninsuffizienz bei Hunden sind vielfältig:

  • Vergiftungen: Chemikalien, Medikamente oder bestimmte Nahrungsmittel wie Trauben und Rosinen können die Nieren schädigen.
  • Infektionen: Nierenentzündungen, insbesondere durch Bakterien, können zu einer Schädigung der Nieren führen.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter nehmen die Nierenfunktionen bei Hunden ab.
  • Genetische Faktoren: Bestimmte Hunderassen wie Dobermänner und Shih Tzus sind anfälliger für Nierenerkrankungen.
  • Andere Erkrankungen: Diabetes, Bluthochdruck und Tumoren können ebenfalls zu Niereninsuffizienz führen.

 

Risikofaktoren für nierenkranke Hunde: Es ist wichtig, Hunde regelmäßig auf Anzeichen von Nierenproblemen zu überprüfen, besonders wenn sie älter sind oder genetisch bedingt anfällig sind.

Symptome von Nierenproblemen beim Hund

Die ersten Symptome einer Niereninsuffizienz sind häufig unspezifisch und können leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Dennoch gibt es einige frühe Anzeichen, auf die Hundehalter achten sollten:

  • Vermehrtes Trinken (Polydipsie) und häufiges Urinieren (Polyurie): Einer der frühesten Hinweise auf Nierenprobleme ist, wenn Ihr Hund plötzlich deutlich mehr Wasser trinkt und häufiger uriniert. Die Nieren sind nicht mehr in der Lage, die Flüssigkeitsaufnahme korrekt zu regulieren, was zu einer erhöhten Urinproduktion führt.
  • Gewichtsverlust und Appetitmangel: Niereninsuffizienz kann den Stoffwechsel beeinträchtigen und zu einem ungewollten Gewichtsverlust führen. Hunde mit Nierenproblemen verlieren oft das Interesse an ihrem Futter oder fressen deutlich weniger.
  • Müdigkeit und Apathie: Ihr Hund könnte lethargisch wirken, weniger aktiv sein oder allgemeine Schwäche zeigen. Dies ist auf die zunehmende Ansammlung von Toxinen im Körper zurückzuführen, da die Nieren nicht mehr in der Lage sind, diese ausreichend zu filtern.

 

Symptome im fortgeschrittenen Stadium

Wenn die Niereninsuffizienz nicht behandelt wird und sich die Krankheit verschlechtert, treten weitere schwerwiegendere Symptome auf, die auf eine fortgeschrittene Nierenfunktionsstörung hinweisen:

  • Schlechter Atemgeruch (u.a. harnähnlicher Geruch): Ein typisches Symptom bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz ist der urinähnliche Geruch im Atem (auch als Urämie bekannt). Dies entsteht durch die Ansammlung von Abfallstoffen, die die Nieren nicht mehr ausscheiden können.
  • Durchfall und Erbrechen: Die Ansammlung von Toxinen im Körper führt zu gastrointestinalen Beschwerden, einschließlich Erbrechen und Durchfall. Dies kann sowohl durch die Niereninsuffizienz selbst als auch durch die Unfähigkeit des Körpers, Abfallstoffe richtig zu filtern, verursacht werden.
  • Blut im Urin oder trüber Urin: Blutungen oder Trübungen im Urin können auf schwerwiegende Nierenschäden oder andere damit verbundene Erkrankungen hinweisen.
  • Trockene Haut und schlechte Fellpflege: Eine verminderte Nierenfunktion kann auch zu einer schlechten Haut- und Fellgesundheit führen. Hunde mit Niereninsuffizienz haben oft trockene, schuppige Haut und verlieren ihr glänzendes Fell.

 

Warum Niereninsuffizienz gefährlich ist, wenn sie unbehandelt bleibt

Niereninsuffizienz kann äußerst gefährlich sein, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Im fortgeschrittenen Stadium können die Toxine, die normalerweise über die Nieren ausgeschieden werden, in den Blutkreislauf gelangen und sich in verschiedenen Organen ablagern. Dies führt zu einer Uremie, einer schweren Vergiftung, die nicht nur die Nieren selbst, sondern auch das Herz, die Leber und das Zentralnervensystem beeinträchtigen kann. Zu den schwerwiegenden Folgen zählen:

  • Kardiovaskuläre Schäden: Ein Anstieg des Blutdrucks und eine veränderte Blutgerinnung können zu Herzkrankheiten und Herzversagen führen.
  • Organschäden: Eine unbehandelte Niereninsuffizienz belastet den gesamten Körper, und Organe wie das Herz, Lunge und Leber können durch die zunehmende Ansammlung von Abfallstoffen ebenfalls Schaden nehmen.
  • Schwächung des Immunsystems: Niereninsuffizienz beeinträchtigt auch das Immunsystem, wodurch Ihr Hund anfälliger für Infektionen wird.

 

Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um diese gefährlichen Folgen zu vermeiden. Hundebesitzer sollten daher wachsam auf die Symptome achten und bei Verdacht auf Nierenprobleme sofort einen Tierarzt konsultieren. Die frühzeitige Intervention verbessert die Lebensqualität Ihres Hundes erheblich und kann sein Leben verlängern.

Diagnose: Schlechte Nierenwerte beim Hund erkennen

Die Diagnose erfolgt durch verschiedene Tests, um die Nierenfunktion zu beurteilen:

  • Blutuntersuchungen: Die Messung von Kreatinin, Harnstoff und SDMA gibt Aufschluss über die Nierenfunktion.
  • Urinuntersuchung: Ein Urintest kann Hinweise auf Proteinurie (Eiweiß im Urin) und Konzentrationsfähigkeit der Nieren geben.
  • Bildgebende Verfahren: Ultraschall und Röntgenaufnahmen können strukturelle Veränderungen an den Nieren aufzeigen.

 

IRIS-Stadien der Niereninsuffizienz bei Hunden

Die International Renal Interest Society (IRIS) hat ein Klassifikationssystem entwickelt, das die Schwere der Niereninsuffizienz bei Hunden in vier Stadien unterteilt. Diese Stadieneinteilung hilft Tierärzten, den Schweregrad der Erkrankung zu bewerten und eine gezielte Therapie zu planen. Sie basiert auf den Blutwerten (insbesondere Kreatinin und Harnstoff), den Urinwerten sowie den klinischen Symptomen, die bei Ihrem Hund auftreten.

IRIS-Stadium 1: Frühstadium

Im Stadium 1 befinden sich die Nieren des Hundes in einem sehr frühen Stadium der Funktionsstörung. Hier sind die Nieren noch in der Lage, ihre Funktionen weitgehend zu erfüllen, jedoch können erste Anzeichen einer eingeschränkten Filtration auftreten. In diesem Stadium sind die Blutwerte meist noch normal oder nur leicht erhöht. Häufig gibt es keine offensichtlichen Symptome oder sie sind minimal, was die Diagnose erschwert. Hunde in diesem Stadium sind meist noch vollkommen symptomfrei.

Wichtige Merkmale:

  • Keine oder sehr geringe Symptome.
  • Normale Blutwerte, leicht erhöhte Werte von Kreatinin und Harnstoff.
  • Normaler Urinbefund.

 

IRIS-Stadium 2: Mäßig fortgeschritten

Im Stadium 2 beginnt die Nierenfunktion stärker eingeschränkt zu werden. Blutuntersuchungen zeigen erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte, und die ersten Symptome der Niereninsuffizienz können auftreten, wie vermehrtes Trinken und Urinieren. Hunde können auch müde wirken und zeigen eine geringe Aktivität. Der Urin könnte verdünnt sein, da die Nieren Schwierigkeiten haben, Wasser zu konzentrieren.

Wichtige Merkmale:

  • Erhöhte Blutwerte (Kreatinin und Harnstoff).
  • Symptome wie vermehrtes Trinken, häufiges Urinieren.
  • Leichte bis mäßige Symptome wie Müdigkeit oder Appetitlosigkeit.

 

IRIS-Stadium 3: Fortgeschrittenes Stadium

Im Stadium 3 sind die Nieren erheblich geschädigt, und die Nierenfunktion ist stark eingeschränkt. Die Symptome sind nun deutlich ausgeprägter: Ihr Hund könnte Gewichtsverlust, Appetitmangel, Durchfall und Erbrechen zeigen. Der harnähnliche Geruch im Atem wird häufig wahrnehmbar, da sich Abfallstoffe im Körper ansammeln. Auch die Urinproduktion könnte weiter abnehmen. In diesem Stadium sind die Kreatininwerte signifikant erhöht, und die Urinuntersuchung kann auf eine starke Proteinurie (Eiweiß im Urin) hinweisen.

Wichtige Merkmale:

  • Deutlich erhöhte Blutwerte (Kreatinin, Harnstoff).
  • Starke Symptome wie Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall und schlechter Atem.
  • Reduzierte Urinproduktion, Harnansammlungen im Körper.

 

IRIS-Stadium 4: Endstadium

Das Stadium 4 stellt das Endstadium der Niereninsuffizienz dar, bei dem die Nieren praktisch keine Funktion mehr aufweisen. Die Toxine haben sich im gesamten Körper verteilt und beeinträchtigen mehrere Organe, einschließlich des Herzens, der Lunge und des Zentralnervensystems. Hunde im Stadium 4 zeigen starke Symptome von Uremie, wie schweres Erbrechen, Durchfall, starke Müdigkeit und sogar Krämpfe oder Koma. Es kann auch zu Blutungen oder anderen schwerwiegenden Komplikationen kommen.

Wichtige Merkmale:

  • Sehr hohe Kreatinin- und Harnstoffwerte.
  • Schwere Symptome wie starke Müdigkeit, Erbrechen, blutiger Urin, Schläfrigkeit oder Koma.
  • Mehrere Organschäden durch die toxischen Abfallprodukte im Blut.

 

Behandlung von Niereninsuffizienz beim Hund

Die Behandlung von Niereninsuffizienz hängt maßgeblich vom Schweregrad der Erkrankung sowie der Ursache ab. Dabei unterscheidet sich die Behandlung für akute und chronische Niereninsuffizienz deutlich.

Akute Niereninsuffizienz

Bei einer akuten Niereninsuffizienz ist eine sofortige und intensive Behandlung notwendig, um die Nierenfunktion zu stabilisieren und die Ursache der Erkrankung zu behandeln. Häufig wird in der ersten Phase eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr erforderlich, um den Wasserhaushalt des Hundes zu regulieren und eine mögliche Dehydration zu korrigieren. Ebenso können Medikamente eingesetzt werden, um die Entgiftung des Körpers zu fördern und toxische Substanzen, die sich im Blut angesammelt haben, zu reduzieren. In einigen Fällen, etwa bei Vergiftungen oder Infektionen, ist eine gezielte Antibiotikatherapie oder die Gabe von Antidoten notwendig, um die zugrunde liegende Ursache zu behandeln.

Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Im Gegensatz zur akuten Form handelt es sich bei der chronischen Niereninsuffizienz um eine langfristige, progressive Erkrankung. Obwohl die chronische Niereninsuffizienz nicht heilbar ist, lässt sich der Krankheitsverlauf mit der richtigen Therapie verlangsamen. Hier spielen vor allem die Ernährung und Medikamente eine wichtige Rolle.

  • Ernährungsumstellung: Eine angepasste Nierendiät mit reduziertem Protein-, Phosphor- und Natriumgehalt kann die Nieren entlasten und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Auch eine ausreichende Wasseraufnahme ist wichtig, um die Nierenfunktion zu unterstützen.
  • Medikamentöse Behandlung: Je nach Symptomen können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen:
    • Phosphatbinder, die den Phosphatspiegel im Blut senken.
    • Blutdrucksenker, um den Bluthochdruck, der häufig bei nierenkranken Hunden auftritt, zu kontrollieren.
    • Antibiotika oder andere Medikamente, falls sekundäre Infektionen vorliegen.

 

Natürliche Unterstützung der Nierenfunktion

  • Malzextrakt wird häufig verwendet, um den Harnfluss zu fördern und die Harnsäurewerte zu regulieren. Es hilft dabei, die Nieren zu entlasten und die Entgiftungsprozesse zu unterstützen.
  • Katzenminze hat nicht nur eine beruhigende Wirkung, sondern kann auch den Harntrakt stärken und die Blasenfunktion unterstützen. Beide Inhaltsstoffe wirken zusammen, um die allgemeine Gesundheit der Nieren und des Harnsystems zu fördern.

 

Für die häusliche Behandlung und zur Unterstützung der Nierenfunktion empfehlen wir die Marsavet Nierenkraft Tropfen. Diese Tropfen enthalten Malzextrakt und Katzenminze, die nachweislich positive Effekte auf die Nieren und das Harnsystem haben. Sie fördern die Entgiftung des Körpers, unterstützen den Flüssigkeitshaushalt und helfen, die Nierenfunktion langfristig zu stabilisieren.

Indem Sie diese natürlichen Ergänzungsmittel zusammen mit der tierärztlich verordneten Behandlung verwenden, können Sie die Lebensqualität Ihres Hundes deutlich verbessern und das Fortschreiten der Niereninsuffizienz verlangsamen.

Ernährung bei Niereninsuffizienz: Futter für Hunde mit Nierenproblemen

Hunde mit Niereninsuffizienz benötigen eine spezielle Diät, die die Nierenfunktion unterstützt und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt. Eine angepasste Ernährung hilft, das Nierenversagen zu verzögern und die Lebensqualität des Hundes zu verbessern, indem sie die Nieren entlastet und die Entgiftung des Körpers fördert.

Wichtige Ernährungsprinzipien für Hunde mit Niereninsuffizienz

  1. Begrenzung der Proteinaufnahme
    • Zu viel Protein belastet die Nieren, da es zu Stickstoffabfallprodukten wie Kreatinin und Harnstoff führt, die die Nieren zusätzlich belasten. Daher ist es wichtig, die Proteinzufuhr zu regulieren, jedoch nicht vollständig zu eliminieren, da Proteine essentielle Aminosäuren liefern, die für den Körper des Hundes unverzichtbar sind.
    • Qualitativ hochwertiges Protein sollte bevorzugt werden, vorzugsweise aus leicht verdaulichen Quellen wie Geflügel, Fisch und Eiern. Diese Quellen produzieren weniger Abfallstoffe und sind besser für Hunde mit Niereninsuffizienz geeignet.
    • Eine weitere vielversprechende Alternative zu traditionellen tierischen Proteinen ist Insektenprotein (z. B. aus Schwarzen Soldatenfliegenlarven, Hermetia illucens). Insektenprotein hat eine hohe biologische Verfügbarkeit, was bedeutet, dass der Körper des Hundes es effizienter aufnehmen und nutzen kann. Darüber hinaus enthält Insektenprotein weniger Phosphor, was es besonders vorteilhaft für Hunde mit Niereninsuffizienz macht, da überschüssiges Phosphor die Nieren zusätzlich belasten kann.
    • Ebenso gewinnt mikrobielles Protein, das aus fermentierten Mikroorganismen wie Hefen und Bakterien gewonnen wird, zunehmend an Bedeutung. Es ist eine nachhaltige und nierenfreundliche Proteinquelle, die ebenfalls weniger Phosphor enthält und zudem hypoallergen ist, was es zu einer guten Wahl für Hunde mit Nahrungsmittelallergien macht.
  2. Reduzierter Phosphorgehalt
    • Ein niedriger Phosphorgehalt in der Ernährung ist entscheidend, da Phosphor die Nieren belasten und zu Kalkablagerungen führen kann, die die Nierenfunktion weiter verschlechtern. Lebensmittel wie Milchprodukte, Innereien und rotes Fleisch sind phosphorreich und sollten daher in der Diät für nierenkranke Hunde vermieden oder stark reduziert werden.
  3. Erhöhter Gehalt an Omega-3-Fettsäuren
    • Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl oder speziellen Ergänzungen helfen, Entzündungen zu reduzieren und die Nierenfunktion zu unterstützen. Diese Fettsäuren haben ebenfalls antioxidative Eigenschaften, die den oxidativen Stress in den Zellen verringern.
  4. Reduzierter Natriumgehalt
    • Ein hoher Natriumgehalt in der Nahrung kann den Blutdruck erhöhen und die Nieren zusätzlich belasten. Daher sollte in der Diät für nierenkranke Hunde der Salzgehalt niedrig gehalten werden.
  5. Antioxidantien und Ballaststoffe
    • Antioxidantien, wie Vitamin E, schützen vor den schädlichen Auswirkungen des oxidativen Stresses, der durch die Ansammlung von Toxinen im Körper verursacht wird. Ballaststoffe, zum Beispiel aus Inulin, fördern eine gesunde Verdauung und unterstützen das Mikrobiom des Hundes.
  6. Vermeidung von purinreichen Lebensmitteln
    • Purinreiche Lebensmittel, wie Innereien oder rotes Fleisch, produzieren Harnsäure, die bei Hunden mit Niereninsuffizienz nicht richtig ausgeschieden wird. Dies kann zu Harnsäureansammlungen und Nierensteinen führen. Die Zufuhr von purinreichen Nahrungsmitteln sollte daher reduziert werden.

 

Der Einfluss von Purinen im Hundefutter und die Bedeutung einer niedrigen Purinzufuhr

Purine sind organische Verbindungen, die in vielen Nahrungsmitteln enthalten sind und im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Normalerweise wird Harnsäure über die Nieren ausgeschieden, doch bei Hunden mit Niereninsuffizienz ist diese Ausscheidung häufig beeinträchtigt. Dies führt zu einer Ansammlung von Harnsäure im Körper, was zu zusätzlichen gesundheitlichen Problemen führen kann wie Harnsäurekristallen, Nierensteinen oder Gicht.

Warum eine niedrige Purinzufuhr wichtig ist

  • Harnsäureansammlungen: Hunde mit Niereninsuffizienz haben eine eingeschränkte Fähigkeit, Harnsäure auszuscheiden, was zu einer Überlastung der Nieren führen kann. Dies kann das Risiko von Nierensteinen und Blasenentzündungen erhöhen.
  • Gicht und Gelenkprobleme: Hohe Harnsäurespiegel können Gicht verursachen, was zu schmerzhaften Gelenkentzündungen führt und die Lebensqualität des Hundes weiter beeinträchtigt.
  • Nierenbelastung: Eine hohe Purinausscheidung erhöht die Belastung der bereits geschwächten Nieren, wodurch das Fortschreiten der Niereninsuffizienz beschleunigt wird.

 

Für Hunde mit Niereninsuffizienz empfehlen wir das Naturfarm-Menü von Bellfor. Dieses Nassfutter ist speziell für Hunde mit Nierenproblemen entwickelt und enthält hochwertige, leicht verdauliche Proteine sowie eine ausgewogene Menge an Purinen. Es hat einen niedrigen Phosphor- und Purinanteil, was es besonders geeignet für Hunde mit eingeschränkter Nierenfunktion macht. Es trägt dazu bei, den Harnsäurespiegel zu kontrollieren und die Nieren zu entlasten.

Eine vegane Diät ist für viele Hunde mit Niereninsuffizienz eine vielversprechende Option, da sie von Natur aus sehr niedrige Purinwerte enthält. Immer mehr Tierhalter und Veterinärmediziner entscheiden sich für pflanzliche Diäten, um die Nierenbelastung zu minimieren. Veganes Hundefutter ist oft leicht verdaulich und enthält keine tierischen Proteine, die die Nieren zusätzlich belasten könnten.

MicroBell Veganes Nassfutter ist eine ideale Wahl für Hunde mit Nierenproblemen. Es enthält mikrobielles Protein, das eine nachhaltige und nierenfreundliche Alternative zu traditionellen tierischen Proteinquellen darstellt. Mikrobielles Protein ist besonders arm an Purinen und kann die Nierenfunktion unterstützen, ohne sie zu belasten. Zusätzlich enthält das Futter Champignons, die ebenfalls als purinarm gelten (ca. 50–60 mg Purine pro 100 g) und sich daher gut für eine purinarme Ernährung eignen.

Durch die Wahl eines purinarmen Futters wie Naturfarm-Menü oder einer veganen Diät wie MicroBell können Sie die Nieren Ihres Hundes effektiv unterstützen und die Lebensqualität Ihres Hundes erheblich verbessern.

Vorbeugung: Nierenprobleme beim Hund rechtzeitig erkennen

Die frühzeitige Erkennung von Nierenproblemen kann einen großen Unterschied im Leben Ihres Hundes machen. Oftmals sind die ersten Anzeichen von Niereninsuffizienz subtil und schwer zu bemerken. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Blut- und Urinuntersuchungen durchzuführen, um frühe Hinweise auf eine Nierenfunktionsstörung zu entdecken. Diese Tests helfen dabei, mögliche Veränderungen in den Nierenwerten frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, bevor sich die Erkrankung weiter verschlechtert.

Neben der regelmäßigen tierärztlichen Kontrolle ist auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von entscheidender Bedeutung, um die Nierenfunktion zu unterstützen. Hunde mit Nierenproblemen haben oft Schwierigkeiten, ausreichend Wasser zu trinken, daher sollten Sie immer dafür sorgen, dass Ihr Hund Zugang zu frischem Wasser hat und eventuell auch flüssige Nahrung in die Diät integrieren, um die Hydration zu fördern.

Eine gesunde Ernährung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Prävention von Niereninsuffizienz. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund eine ausgewogene Nierendiät erhält, die für die Unterstützung der Nieren optimiert ist und gleichzeitig toxische Abfallprodukte reduziert. Darüber hinaus können auch natürliche Kräuter zur Förderung der Nierenfunktion eingesetzt werden. Pflanzen wie Ackerschachtelhalm, Goldrutenkraut und Brennnessel haben sich in der Unterstützung der Nierenfunktion als sehr vorteilhaft erwiesen. Diese Kräuter wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern unterstützen auch die Entgiftung des Körpers und helfen, die Flüssigkeitsbalance zu regulieren.

Um die Nieren Ihres Hundes täglich zu unterstützen, empfehlen wir das Nierenkraft Pulver von Bellfor. Es enthält diese bewährten pflanzlichen Inhaltsstoffe wie Ackerschachtelhalm, Goldrutenkraut und Brennnessel, deren positive Auswirkungen auf die Nierenfunktion in zahlreichen Studien bestätigt wurden. Dieses Pulver unterstützt die Entgiftungsprozesse im Körper Ihres Hundes, fördert die Nierenfunktion und hilft, die Nieren langfristig zu entlasten. Das regelmäßige Hinzufügen von Nierenkraft Pulver zur Ernährung kann somit einen großen Beitrag zur Gesundheit und Lebensqualität Ihres Hundes leisten.

Wichtige Erkenntnisse zur Niereninsuffizienz bei Hunden

Niereninsuffizienz bei Hunden ist eine ernsthafte Erkrankung, die eine frühzeitige Diagnose und kontinuierliche Betreuung erfordert. Eine angepasste Ernährung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind entscheidend, um die Lebensqualität Ihres Hundes zu erhalten. Durch proaktive Pflege können Sie dazu beitragen, die Nierenfunktion zu stabilisieren und das Leben Ihres Hundes zu verlängern.

FAQ zur Niereninsuffizienz bei Hunden

Was sind die ersten Symptome einer Niereninsuffizienz bei Hunden?

Die ersten Symptome einer Niereninsuffizienz bei Hunden sind oft subtile Veränderungen wie vermehrtes Trinken, häufiges Urinieren, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Später können auch Gewichtsverlust, Erbrechen und ein schlechter Atem auftreten.

Wie kann man feststellen, ob ein Hund Nierenprobleme hat?

Die Diagnose von Nierenproblemen erfolgt durch Blut- und Urintests, die den Kreatinin- und Harnstoffwert sowie die Nierenfunktion messen. Auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen können zur Diagnose herangezogen werden.

Wie lange lebt ein Hund mit Niereninsuffizienz?

Die Lebenserwartung eines Hundes mit Niereninsuffizienz hängt vom Stadium der Erkrankung und der Behandlung ab. Mit einer frühzeitigen Diagnose und einer angepassten Therapie kann ein Hund mit chronischer Niereninsuffizienz noch Jahre leben.

Was ist der Unterschied zwischen akuter und chronischer Niereninsuffizienz bei Hunden?

Akute Niereninsuffizienz tritt plötzlich auf, oft durch Vergiftungen oder Infektionen, und kann mit der richtigen Behandlung reversibel sein. Chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich langsam und ist nicht heilbar, kann aber mit einer geeigneten Behandlung verlangsamt werden.

Wie kann die Ernährung bei Niereninsuffizienz helfen?

Eine angepasste Ernährung mit reduzierten Mengen an Protein und Phosphor hilft, die Nieren zu entlasten und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Spezielles Nierenfutter enthält oft auch Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen verringern und die Nierenfunktion unterstützen.

Welches Futter ist am besten für Hunde mit Niereninsuffizienz geeignet?

Hundefutter für nierenkranke Hunde sollte wenig Protein, wenig Phosphor und moderaten Natriumgehalt enthalten. Produkte wie das Naturfarm-Menü von Bellfor sind speziell auf die Bedürfnisse von Hunden mit Niereninsuffizienz abgestimmt.

Informationsquellen

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