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18/12/2025
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Leishmaniose beim Hund – Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Was ist Leishmaniose beim Hund?

Leishmaniose ist eine durch Sandmücken übertragene Infektionskrankheit, die bei Hunden Haut-, Organ- und Immunsymptome verursacht. Der Erreger Leishmania infantum befällt vor allem Tiere aus Mittelmeerregionen, kann aber auch in Mitteleuropa auftreten. Eine frühzeitige Diagnose und tierärztliche Behandlung verbessern die Lebenserwartung und Lebensqualität deutlich.

Leishmaniose zählt zu den sogenannten Mittelmeerkrankheiten und betrifft zunehmend auch Hunde in nördlicheren Regionen. Aufgrund der steigenden Reisetätigkeit, des Klimawandels und importierter Hunde aus dem Auslandstierschutz breitet sich diese ehemals tropisch-subtropische Infektionskrankheit zunehmend in Mitteleuropa aus. Für viele Hundehalter stellt sich daher die dringende Frage: Wie erkenne ich Leishmaniose bei meinem Hund? Welche Symptome sind typisch? Wie erfolgt die Diagnose? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es – und wie kann ich meinen Hund wirksam schützen?

In diesem Artikel erhalten Sie fundierte, praxisnahe Informationen über Symptome, Diagnostik, Therapieoptionen und vor allem über die Vorbeugung dieser potenziell chronisch verlaufenden Erkrankung.

Was ist Leishmaniose beim Hund?

Leishmaniose ist eine ernsthafte Infektionskrankheit, die Hunde befallen kann. Verursacht wird sie durch einen winzigen Parasiten namens Leishmania infantum. Dieser Erreger wird durch den Stich infizierter Sandmücken auf den Hund übertragen – besonders in wärmeren Regionen wie dem Mittelmeerraum.

Die Krankheit verläuft häufig schleichend und chronisch. Das bedeutet: Viele Hunde zeigen erst Monate oder Jahre nach der Ansteckung sichtbare Symptome – oft dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist, z. B. durch Stress oder andere Erkrankungen.

In den letzten Jahren wurde Leishmaniose auch in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern nachgewiesen. Der Grund dafür ist unter anderem der Klimawandel, zunehmende Reisen mit Hund und der Import von Auslandshunden. Eine wissenschaftliche Übersichtsstudie (Baneth, G., & Solano-Gallego, L. (2023). Leishmaniasis) hat die zunehmende Verbreitung von Leishmania infantum in Mitteleuropa dokumentiert und betont, dass dies ein wachsendes Gesundheitsrisiko für Hunde darstellt – auch außerhalb klassischer Risikogebiete.

Wie verläuft die Infektion im Körper?

Nach dem Stich der Sandmücke gelangen die Parasiten unter die Haut des Hundes. Dort nisten sie sich in bestimmten Abwehrzellen ein (den sogenannten Makrophagen) und beginnen sich zu vermehren. Von dort aus breiten sie sich über das Blut im ganzen Körper aus – was zu verschiedenen Symptomen führen kann, je nachdem, welche Organe oder Gewebe betroffen sind.

Ob ein Hund krank wird oder nicht, hängt stark davon ab, wie gut sein Immunsystem reagiert. Manche Hunde bleiben jahrelang beschwerdefrei, andere entwickeln schwere Erkrankungen an Haut, Leber oder Niere.

Die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Symptomen kann sehr unterschiedlich sein – sie reicht von einigen Wochen bis zu mehreren Jahren. Gerade bei Tierschutzhunden aus Südeuropa ist besondere Vorsicht geboten, da die Krankheit dort sehr verbreitet ist, aber oft erst später erkannt wird.

Wie steckt sich ein Hund mit Leishmaniose an?

Die wichtigste Übertragungsart ist der Stich der Sandmücke, die hauptsächlich in der Dämmerung und nachts aktiv ist. Diese kleinen Insekten sind nur wenige Millimeter groß, können aber gefährliche Parasiten in sich tragen.

Weitere Übertragungswege sind zwar selten, aber möglich:

  • Von Mutterhündin auf Welpen während der Trächtigkeit
  • Durch Bluttransfusionen
  • Möglicherweise auch durch Deckakt, wobei dies wissenschaftlich nicht eindeutig belegt ist

 

Eine direkte Ansteckung zwischen Hunden durch Kontakt ist sehr unwahrscheinlich.

Unterschied zwischen kutaner und viszeraler Leishmaniose

Leishmaniose kann sich bei Hunden in unterschiedlichen Formen zeigen, die davon abhängen, wo im Körper die Parasiten aktiv werden. Grundsätzlich unterscheidet man eine kutane (Haut-) und eine viszerale (Organ-) Form, wobei die Übergänge fließend sein können.

Bei der kutanen Leishmaniose bleiben die Erreger in erster Linie in den oberflächlichen Geweben des Körpers. Der Krankheitsprozess spielt sich vor allem in der Haut und im Unterhautgewebe ab. Diese Form wird häufig dann beobachtet, wenn das Immunsystem des Hundes in der Lage ist, die Infektion lokal zu begrenzen. Entzündungsprozesse entstehen in den Bereichen, in denen die Parasiten durch den Stich der Sandmücke eingedrungen sind. Hunde mit einer solchen Form der Erkrankung können oft über lange Zeit stabil bleiben, sofern sie tierärztlich begleitet werden.

Die viszerale Leishmaniose dagegen ist eine wesentlich tiefgreifendere Variante, bei der sich die Erreger über das Lymph- und Blutsystem im Körper ausbreiten. Dabei können verschiedene innere Organe wie Leber, Milz, Nieren oder Knochenmark betroffen sein. Diese systemische Ausbreitung führt zu einer deutlich stärkeren Belastung des Immunsystems und erfordert eine langfristige, kontrollierte Behandlung. In der veterinärmedizinischen Forschung wird angenommen, dass diese Form häufig mit einer Überaktivierung der humoralen Immunantwort verbunden ist, also mit einer Fehlsteuerung, bei der der Körper zu viele Antikörper bildet, während die zelluläre Abwehr geschwächt bleibt.

Nach den Erkenntnissen von Baneth, G., & Solano-Gallego, L. (2023). Leishmaniasis unterscheidet sich von der viszeralen Leishmaniose nicht nur durch ihre tiefere Organbeteiligung, sondern auch durch biochemische Veränderungen im Blut, insbesondere bei Hunden mit chronischem Verlauf. Die Studie beschreibt, dass diese systemische Form oft mit einer Störung des Eiweißhaushalts und der Nierenfunktion einhergeht, was die Prognose und die Therapie komplexer macht.

Während also die kutane Form häufig lokal begrenzt und besser zu kontrollieren ist, stellt die viszerale Form eine systemische, schwerwiegende Erkrankung dar, bei der der gesamte Organismus betroffen ist. Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend, um die Krankheit frühzeitig richtig einzuordnen und individuell zu behandeln.

Gefahrenzonen und Infektionswege bei Leishmaniose

Die Hauptverbreitungsgebiete der Leishmaniose liegen im Mittelmeerraum – insbesondere in Spanien, Italien, Südfrankreich, Griechenland, Portugal, Kroatien und auf den Kanarischen Inseln. Dort gehört der Kontakt mit infizierten Sandmücken zur alltäglichen Gefahr für Hunde, insbesondere in den Sommermonaten.

Allerdings verlagert sich das Risiko durch den Klimawandel und die zunehmende globale Mobilität immer weiter nach Norden. Inzwischen wurden infizierte Sandmücken auch in Teilen von Süddeutschland, der Schweiz und Österreich nachgewiesen.

Viele infizierte Hunde stammen aus dem Auslandstierschutz oder aus Urlaubsreisen. Wird ein Hund aus südlichen Ländern adoptiert, sollte unbedingt ein Screening auf Mittelmeerkrankheiten – insbesondere Leishmaniose – erfolgen. Auch Hunde, die nur kurzzeitig in Endemiegebieten Urlaub gemacht haben, können sich dort anstecken – denn ein einzelner Stich einer infizierten Sandmücke reicht aus.

Leishmaniose beim Hund – Symptome und erste Anzeichen

Leishmaniose ist tückisch, weil sie sich nicht sofort bemerkbar macht. Die Krankheit entwickelt sich meist langsam und schleichend, und die ersten Anzeichen werden leicht mit harmloseren Problemen verwechselt. Viele Hunde sind über Monate oder sogar Jahre infiziert, bevor sie deutlich erkranken.

Wie stark sich die Symptome zeigen, hängt von mehreren Faktoren ab – etwa der Immunabwehr des Hundes, der Erregerlast und davon, welche Organe betroffen sind. Grundsätzlich unterscheidet man Hautsymptome (kutane Form) und organische Veränderungen (viszerale Form), die jedoch häufig gemeinsam auftreten. Die Erkrankung kann also das äußere Erscheinungsbild ebenso verändern wie innere Organe und den allgemeinen Gesundheitszustand.

Leishmaniose kann viele unterschiedliche Krankheitsanzeichen hervorrufen. Im Folgenden finden Sie die häufigsten, die sowohl Tierärzte als auch Halter beobachten können:

  • 1. Hautveränderungen und Fellprobleme
    • Schuppige, trockene Haut
    • Haarausfall (besonders an Ohren, Nase, um die Augen)
    • Wunden, die schlecht verheilen
    • Krusten oder Risse an den Ohrspitzen und an der Nase
    • Verdickte, verhornte Hautpartien (v. a. Pfoten, Krallen)
  • 2. Allgemeine Symptome
    • Gewichtsverlust trotz normalem oder sogar gutem Appetit
    • Müdigkeit und Schwäche, vermindertes Interesse am Spielen oder Spazierengehen
    • Fieber, oft wiederkehrend und unregelmäßig
    • Erhöhte Trinkmenge und häufigeres Urinieren (Hinweis auf Nierenbeteiligung)
  • 3. Innere und immunologische Anzeichen
    • Vergrößerte Lymphknoten – besonders unter dem Kiefer oder in der Leistengegend
    • Verdickte Krallen oder Veränderungen am Nagelbett
    • Nasenbluten ohne ersichtlichen Grund
    • Durchfall, manchmal blutig oder schleimig, oft chronisch und therapieresistent
    • Nierenprobleme (Proteinverlust im Urin, beginnende Insuffizienz)
    • Auffällige Blutwerte (z. B. Anämie, erhöhte Globulinwerte, Entzündungszeichen)

 

Im Anfangsstadium sind die Symptome häufig sehr unspezifisch. Deshalb sollten Halter aufmerksam sein, wenn ihr Hund:

  • plötzlich matt oder appetitlos wirkt,
  • an empfindlichen Stellen wie Ohren, Nase
  • oder Augenpartie Fell verliert, oder vergrößerte Lymphknoten aufweist.

 

Oft werden diese frühen Anzeichen zunächst übersehen. Eine Blutuntersuchung kann hier bereits erste Hinweise liefern, etwa durch erhöhte Eiweißwerte oder leichte Anämie. Je früher die Leishmaniose erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen und desto geringer ist das Risiko irreversibler Organschäden.

Diagnose der Leishmaniose beim Hund

Leishmaniose zu erkennen, ist für viele Tierärzte eine Herausforderung, da sich die Krankheit sehr unterschiedlich äußern kann und oft mit anderen Gesundheitsproblemen verwechselt wird. Umso wichtiger ist ein gezieltes und systematisches Vorgehen bei der Abklärung.

Im Mittelpunkt der Diagnose steht zunächst ein ausführliches Gespräch über den Hintergrund des Hundes – also ob er aus dem Ausland stammt oder in südlichen Regionen unterwegs war. Diese Information ist oft der erste Hinweis auf ein mögliches Infektionsrisiko.

Bei Verdacht auf Leishmaniose folgt eine gründliche klinische Untersuchung, bei der unter anderem Veränderungen an Haut, Lymphknoten oder Schleimhäuten beurteilt werden. Parallel dazu spielt die Labordiagnostik eine zentrale Rolle. Hierbei kommen verschiedene Blutuntersuchungen zum Einsatz, die Hinweise auf eine Immunreaktion gegen den Erreger geben oder den Parasiten selbst nachweisen können. In manchen Fällen sind weiterführende Untersuchungen notwendig, etwa wenn bereits Organe betroffen sind oder die Symptome nicht eindeutig sind.

Je nach Ausprägung der Krankheitsanzeichen und der Ergebnisse der ersten Tests können ergänzende bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder spezifische Probenentnahmen erforderlich sein. Ziel ist es, ein möglichst klares Bild vom Gesundheitszustand des Hundes zu bekommen, um schnell mit einer passenden Behandlung beginnen zu können.

Eine frühzeitige Diagnose erhöht die Chancen, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und bleibende Schäden zu verhindern. Vor allem bei Hunden mit unklaren Beschwerden, die aus dem Ausland stammen oder dort unterwegs waren, sollte die Möglichkeit einer Leishmaniose stets mitgedacht werden.

Therapie und Behandlung der Leishmaniose

Die Therapie der Leishmaniose beim Hund ist immer als langfristiger Prozess zu verstehen. Ziel ist es, die Krankheit zu kontrollieren, Symptome zu lindern und die Lebensqualität des Tieres zu erhalten oder sogar zu verbessern. Eine vollständige Heilung ist selten möglich, doch mit einer konsequenten, individuell abgestimmten Behandlung können betroffene Hunde viele stabile und beschwerdearme Jahre erleben.

Nach der Anwendung von Medikamenten wie Allopurinol oder Miltefosin, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden müssen, sollte besonders auf die Regeneration und Stabilisierung des Magen-Darm-Trakts geachtet werden. Denn viele Wirkstoffe – so hilfreich sie gegen den Erreger sind – können das mikrobielle Gleichgewicht im Darm beeinträchtigen und damit die Verdauung sowie das Immunsystem zusätzlich belasten.

Zur Unterstützung empfehlen wir daher ausdrücklich die Anwendung von probiotischen Ergänzungsfuttermitteln, die speziell auf die Darmflora von Hunden abgestimmt sind. Besonders geeignet ist hier das Marsavet Gastro Activia Pulver, das den bewährten Probiotikum-Stamm Enterococcus faecium (DSM 10663 / NCIMB 10415) enthält. Dieser Stamm ist wissenschaftlich untersucht und kann das bakterielle Gleichgewicht im Darm nachweislich positiv beeinflussen. Studien (Rallis et al., 2016; Bybee et al., 2011) zeigen eine signifikante Reduktion von Durchfällen bei Hunden, sowohl im Alltag als auch in belastenden Therapiephasen.

Ein gesunder Darm spielt eine entscheidende Rolle für das Immunsystem – insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Leishmaniose. Deshalb ist die Darmunterstützung nach der Therapie kein Luxus, sondern ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Behandlungsplans.

Neben der tierärztlich verordneten Behandlung spielt die richtige Unterstützung durch Ernährung und Pflege eine zentrale Rolle – sowohl zur Entlastung des Organismus als auch zur Stärkung des Immunsystems.

Vorbeugung und Schutz vor Sandmücken

Da Leishmaniose in den meisten Fällen nicht heilbar ist, spielt die Vorbeugung eine zentrale Rolle – besonders, wenn Sie in gefährdete Regionen reisen oder einen Hund aus dem Auslandstierschutz aufgenommen haben.

Ein durchdachter Schutz beginnt nicht erst im Urlaub, sondern im Alltag zu Hause.

Praktische Schutzmaßnahmen im Alltag

Auch wenn Ihr Hund sich hauptsächlich in heimischen Gärten, Parks oder auf dem Balkon aufhält, lohnt es sich, das Risiko zu minimieren – vor allem in den warmen Monaten:

  • Halten Sie den Schlafplatz Ihres Hundes mückensicher – idealerweise durch feinmaschige Moskitonetze, vor allem nachts.
  • Lassen Sie Ihren Hund nicht in der Dämmerung und bei Dunkelheit unbeaufsichtigt im Freien, da Sandmücken in dieser Zeit aktiv sind.
  • Verwenden Sie vorbeugende Insektenschutzmittel wie geeignete Halsbänder oder Spot-on-Präparate, die speziell gegen Sandmücken wirken.

 

Schutz auf Reisen in Risikogebiete Wenn Sie mit Ihrem Hund in den Mittelmeerraum, auf die Kanaren oder in andere bekannte Risikoregionen reisen, ist zusätzliche Vorsicht unerlässlich:

  • Beginnen Sie mindestens zwei Wochen vor der Reise mit dem Insektenschutz.
  • Vermeiden Sie Spaziergänge bei Sonnenuntergang oder in der Nacht.
  • Wählen Sie eine hundefreundliche Unterkunft, in der Insektenabwehr berücksichtigt wird – z. B. durch Fliegengitter oder Klimaanlage.
  • Nehmen Sie ein leichtes, reisefähiges Moskitonetz für die Hundebox oder das Schlafkissen mit.

 

Neben klassischen Vorsichtsmaßnahmen hat sich die Verwendung von milden, natürlichen Schutzprodukten gegen Zecken und stechende Insekten im Alltag und auf Reisen bewährt. Besonders empfehlenswert sind Produkte, die einen hohen Anteil an Laurinsäure enthalten – beispielsweise aus Insektenfett oder Kokosöl.

Laurinsäure kann den körpereigenen Geruch des Hundes für Zecken verändern, sodass diese das Tier weniger gut als potenziellen Wirt identifizieren. Dadurch wird häufig bereits vor dem eigentlichen Zeckenbiss eine abschreckende Wirkung erzielt. Der Vorteil solcher Produkte liegt in ihrer natürlichen Zusammensetzung sowie in der hohen Hautverträglichkeit – sie eignen sich daher ideal für Hunde, die regelmäßig unterwegs sind oder empfindliche Haut haben.

Unsere Empfehlung: Anti-Zecken Spray von Bellfor.

Dieses natürliche Zeckenschutz-Spray enthält einen hohen Anteil an Laurinsäure sowie weitere pflanzliche Inhaltsstoffe. Die Rezeptur ist sanft zur Haut und zum Fell, kommt ohne aggressive Chemikalien aus und ist darauf ausgelegt, den Hund auf natürliche Weise vor Zecken- und Insektenkontakt zu schützen. Das Spray lässt sich einfach auftragen, belastet die Haut nicht und ist damit ideal für den täglichen Gebrauch sowie für Reisen in Risikogebiete geeignet.

Leishmaniose und andere Mittelmeerkrankheiten

Leishmaniose ist nur eine von mehreren sogenannten Mittelmeerkrankheiten, die Hunde durch Reisen oder Herkunft aus südlichen Regionen betreffen können. Weitere relevante Infektionen sind:

  • Babesiose (Hundemalaria)
  • Ehrlichiose (Zeckenfieber)
  • Anaplasmose
  • Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)

 

Diese Krankheiten haben teils ähnliche Symptome wie Leishmaniose: z. B. Fieber, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Blutbildveränderungen oder Lymphknotenschwellung. Häufig treten sie in Kombination auf – insbesondere bei Auslandshunden, die ohne medizinisches Screening importiert werden. Daher ist eine differenzierte Diagnostik entscheidend.

Tipp: Lassen Sie bei Auslandshunden grundsätzlich einen Mittelmeerkrankheiten-Screeningtest durchführen.

Leishmaniose beim Menschen – Risiko für Halter?

Leishmaniose ist eine sogenannte Zoonose, was bedeutet, dass die Krankheit grundsätzlich auch auf den Menschen übertragbar ist. Allerdings geschieht eine solche Infektion nicht durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Hund, sondern – genau wie bei Hunden – ausschließlich durch den Stich einer infizierten Sandmücke.

Für gesunde Personen besteht nur ein sehr geringes Risiko, an Leishmaniose zu erkranken. In Einzelfällen kann eine Übertragung jedoch für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem problematisch sein. Dazu zählen beispielsweise Patientinnen und Patienten mit HIV, Personen nach Organtransplantationen oder Menschen unter starker immunsuppressiver Therapie. In diesen Fällen sollte der Kontakt zu infizierten Hunden besonders achtsam und hygienebewusst erfolgen.

Grundsätzlich ist es ratsam, bei Reisen in betroffene Regionen nicht nur den Hund, sondern auch sich selbst vor Sandmückenstichen zu schützen. Dazu gehören Maßnahmen wie das Tragen langer Kleidung, die Verwendung von Insektenspray und das Vermeiden von Aufenthalten im Freien während der Dämmerung.

Im Alltag zu Hause, insbesondere in Mitteleuropa, ist das Risiko für eine Übertragung auf den Menschen als vernachlässigbar einzustufen. Bei sorgfältigem Umgang mit dem erkrankten Tier und grundlegender Hygiene – insbesondere im Zusammenhang mit offenen Wunden oder bei der Pflege schwer erkrankter Hunde – besteht kein Grund zur Sorge.

Leishmaniose beim Hund rechtzeitig erkennen und erfolgreich managen

Leishmaniose ist zweifellos eine ernstzunehmende Erkrankung – aber sie muss kein Urteil über die Lebensqualität oder Lebenserwartung Ihres Hundes sein. Entscheidend ist, dass die Infektion frühzeitig erkannt, richtig eingeschätzt und ganzheitlich betreut wird. Mit moderner Diagnostik, einer gezielten Therapie und durchdachter Unterstützung im Alltag lässt sich der Krankheitsverlauf heute deutlich besser kontrollieren als noch vor einigen Jahren.

Besonders wichtig ist es, Risiko-Hunde regelmäßig tierärztlich untersuchen zu lassen, eine geeignete Ernährung mit niedrigem Puringehalt zu wählen und das Immunsystem gezielt zu unterstützen – z. B. mit hochwertigen Ergänzungsfuttermitteln. Wer mit seinem Hund in gefährdete Regionen reist, sollte zudem konsequent für Schutz vor Sandmücken sorgen.

Ein gut informierter Halter kann entscheidend dazu beitragen, dass ein Hund mit Leishmaniose trotz der Diagnose ein langes, stabiles und erfülltes Leben führen kann.

FAQ – Häufige Fragen zur Leishmaniose beim Hund

Was ist Leishmaniose beim Hund und wie steckt sich ein Hund an?

Leishmaniose ist eine durch Sandmücken übertragene Infektionskrankheit, die durch den Erreger Leishmania infantum verursacht wird. Hunde stecken sich meist im Mittelmeerraum an – seltener auch in Deutschland, besonders nach Reisen oder durch importierte Tiere.

Welche Symptome zeigen Hunde mit Leishmaniose – und wie erkenne ich die Krankheit frühzeitig?

Frühe Anzeichen sind oft unspezifisch: Haarausfall an Ohren oder Nase, Mattigkeit, Gewichtsverlust oder wiederkehrender Durchfall. Auffällige Veränderungen im Fell und geschwollene Lymphknoten sollten stets tierärztlich abgeklärt werden.

Wie wird Leishmaniose beim Hund behandelt und kann sie geheilt werden?

Eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich, aber die Krankheit lässt sich gut kontrollieren. Die Behandlung besteht aus antiparasitären Medikamenten, unterstützender Ernährung und regelmäßiger Überwachung der Organfunktionen.

Was darf ein Hund mit Leishmaniose fressen – welche Ernährung ist geeignet?

Geeignet ist eine purinarme, gut verdauliche Ernährung, die Leber und Nieren entlastet. Insektenprotein ist dabei besonders empfehlenswert, da es hypoallergen, proteinreich und gleichzeitig purinarm ist.

Wie kann ich meinen Hund vor Leishmaniose schützen?

Ein effektiver Schutz besteht aus Mückenabwehrmitteln, Vermeidung von Dämmerungsaktivität und dem Einsatz von Moskitonetzen – besonders auf Reisen in Risikogebiete. Zusätzlich hilft ein starkes Immunsystem, z. B. unterstützt durch das Marsavet Multi-Mineral Complex Pulver, das dauerhaft zur Fütterung ergänzt werden kann.

Wie lange kann ein Hund mit Leishmaniose leben?

Mit früher Diagnose, konsequenter Therapie und angepasster Ernährung können viele Hunde trotz Leishmaniose ein langes, stabiles Leben führen. Die Lebenserwartung hängt stark vom Zeitpunkt der Erkennung und vom Zustand der inneren Organe ab.

Informationsquellen

  1. Baneth, G., & Solano-Gallego, L. (2023). Leishmaniasis. Current Opinion in Infectious Diseases, 36(1), 5–12. https://doi.org/10.1097/QCO.0000000000000845. Abgerufen am 5. September 2025 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36336425/
  2. ESCCAP Deutschland (2024). Leishmaniose beim Hund – Übertragung, Symptome, Diagnose und Vorbeugung. Europäische Wissenschaftliche Beratungskommission für Parasiten bei Haustieren (ESCCAP). Abgerufen am 5. September 2025 von https://www.esccap.de/parasiten/sand-und-stechmuecken/leishmaniose-beim-hund/
  3. Roura, X., Fondati, A., Lubas, G., Gradoni, L., Maroli, M., Oliva, G., Paltrinieri, S., Zatelli, A., & Zini, E. (2013). Prognosis and monitoring of leishmaniasis in dogs: a working group report. Veterinary Journal, 198(1), 43–47. https://doi.org/10.1016/j.tvjl.2013.03.005. Abgerufen am 5. September 2025 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23680263/
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